Ein Bühnenbild entsteht

Der Schreiner baute eine halbrunde Rückwand auf die linke Bühnenseite. Darauf klebten wir den Prospekt und gaben somit der Kaffebude einen perspektivischen Hintergrund.

Nun war es schon August geworden und die Proben begannen. Am ersten Probentag kam das Ensemble und eroberte das neue Bühnenbild zum allerersten Mal mit großer Begeisterung.

Die Kaffebude sollte richtig alt mit mehreren Lackschichten erscheinen. Also grundierte ich sie in einem dunklen Farbton.

Nachdem dieser schön schmuddelige Grundton gemalt war, brachte ich die zweite Schicht auf.

Danach folgte die endgültige Farbgebung in italienischer Manier.

Links neben der Kaffeebud wünschte der Regisseur Ralf Borgartz eine Vorgartenszenerie mit Gartenzaun.

Natürlich konnte auch der Zaun nicht nagelneu erscheinen. Ich malte eine Holzmaserung, die auch im Bühnenlicht erkenbar sein würde, als erste Schicht.

Darüber trug ich eine Lasur auf und schon war der neue Zaun um Jahrzehnte gealtert.

 

Making of: Bühnenbild fürs Scala-Theater

Am Abend der letzten Vorstellung von „Dreimol null es null“ waren wir eingeladen, dabei zu sein und einen allerletzten Blick auf unser Werk vom Vorjahr zu werfen.

In den darauf folgenden Tagen kam der Schreiner Christian Schmell und verwandelte Zuschauerraum und Bühne in eine Baustelle, so wie in jeden Sommer. Für mich war dieses das 8.Bühnenbild fürs Scala-Theater. Wir sind also schon ein eingespieltes Team und waren auch diesmal wieder mit Spaß bei der Sache.

Während die Bühne sich allmählich verwandelte, funktionierte ich den Zuschauerraum zum Malsaal um und begann die Arbeit am Theaterprospekt für den Bühnenhintergrund. Im Atelier hatte ich zuvor eine Skizze angefertigt.

Ein Bild entsteht immer von hinten nach vorne: Zunächst der Himmel, dann die Fassaden der Häuser, die Straße und der Baum.

Der Dom durfte natürlich nicht fehlen.

Eines Nachmittags überfiel uns ein Starkregen und das Wasser floss durch die Decke. Ich spurtete hin und her und hatte gar nicht genug Eimer, um all die Güsse einzufangen. Zum Glück blieb meine Malerei verschont.

 

 

 

 

Farbrausch 2018 – Der neue Wandkalender

Von der neuen Bilderreihe, welche im Kulturhaus Nordstemmen in der Gruppenaussteluung zu sehen war, gibt es nun eine Best-Off-Version in Form eines Wandkalenders für 2018.

Der Kalender hat das Format DIN/A 3 im hochwertigen Seidenglanzdruck.

Er ist handsigniert bei Nina Horstmeier für 15,- € erhältlich. Außerdem gibt es den Kalender im Stadtteil Köln-Nippes in der Mayerschen, im Laden „Nebenan“ und im Buchladen Nippes auf der Neusser Straße zu kaufen.

 

 

 

Gruppenausstellung der Künstlergruppe crossart: „Alles fließend“ in Nordstemmen

Als frischgekürtes Mitglied von crossart reichte ich ein paar Bilder aus meiner abstrakten Serie „Farbrausch“ ein und wurde flugs auserwählt, im Kunst- und Kulturhaus Nordstemmen dabei zu sein.

Also machte ich mich am 19. August auf den Weg in die niedersächsische Provinz. Der Empfang war herzlich, der Austausch mit den anderen Künstler/innen kollegiel und herzlich.

Ein altes Haus worde von kunstbeseelten Frauen wieder zum Leben erweckt und von ober bis unten mit Kunst gefüllt.Das Programm kann sich mehr als sehen lassen und ist orall gefüllt.

Auch für die Vernissage wurde keine Mühe gescheut. Neben Köstlichkeiten fürs leibliche Wohl gab es groovigen Gitarrensound; hinreissenden Tanz und atemberaubende Kostüme, allesamt mit viel Liebe zum Thema der Ausstellung erarbeitet.

 

Aber auch die anwesenden Malerinnen und Maler kamen nicht zu kurz und wurden gewürdigt.

Ein toller Tag, der für mich davon gekrönt wurde, dass zwei gute Freunde dazu kamen, die mich abends aus der niedersächsischen in die westfälische Provinz überführten.

 

 

Portrait: Nina Hagen

Der nächste Zeichenschritt auf dem Weg zum fertigen Portrait.

DIe junge Nina Hagen war Provokation pur. Aufgrund der Namensgleichheit und einer mir nachgesagten gewissen Wildheit hatte ich in der Schule auch schnell meinen Spitznamen weg: „Hagen“. 🙂

Nina Hagen

In meiner Reihe der Musiker-Portraits geht es weiter mit Nina Hagem im Format 110 cm x 80 cm auf Keilrahmen.

Wie immer geht es los mit der Vorzeichnung und dann folgt eine großzügige Lasur als Untermalung.

Umgestaltung eines Balkons – so ging es weiter

Auch der Regenschutz aus Blech wurde grundiert und in die Malerei miteinbezogen.

Wie immer, legte ich zuerst den Himmel an und danach das Meer, sowie eine Untermalung für die Palmen.

Am nächsten Tag ging es nach der Lackierung der Blechkante und der braunen Holzecke mit den Palmen weiter.

 

Umgestaltung eines Balkons

Auf dem Balkon gab es folgende SItuation.

Die vorhandene Malerei auf der Holzverkleidung blätterte ab. Die Kundin wünschte sich mehr optische Weite und ein karibisches Motiv.

Ich setzte 5 mmm HDF – Platten vor die vorhandenen Nut- und Federbretter, um eine glatte Oberfläche für die Malerei zu erhalten.

Ich grundierte sie beidseitig mit Haftprimer und verklebte sie mit Montagekleber.

 

 

Theaterplastik – ein Seeadler und zwei Füchse

Nach dem Schnitzem wurde der Totempfahl sorgfältig kaschiert. um das empfindliche Styropor mit einer belastbaren Oberfläche zu versehen und eine Grundlage für die Bemalung zu schaffen. Für sehr große Elemente auf einer großen Theaterbühne wird dazu gerne Schleiernessel und Binder verwendet. Hier aber entschied ich mich für dickes, gut saugendes Papier, welches ich in Binder einlegte.

Beim Kaschieren gilt es, den Vertiefungen besondere Sorgfalt zukommen zu lassen, damit sich das Papier beim Trocknungsvorgang nicht wieder hochzieht und somit der plastische Effekt einen Teil der WIrkung einbüßt.

An manchen Stellen ist zu erkennen, dass ich mit dünnerem, anschmiegsameren Zeitungspapier gearbeitet habe, um Feinheiten besser zu bewahren.

Anschließend folgte eine ockrige Grundierung, die Grundlage für jede Holzimitation.

Danach malte ich eine grobe Maserung auf.

Und dann folgte die Malerei.

Wie vom Regiesseur gewünscht und zum Scala-Theaters passend, ist der satirische Charakter unübersehbar.